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Am Anfang war die Idee. In ihr tönte, ja leuchtete, was - ein Klang?
Felix Otto Jacobi (Kontrabass)
Simon Slowik (Rhodes, Jazzorgel)
Demian Kappenstein (Schlagzeug)
1. Last Drop (feat. John Burgess)
2. Bonalogy (feat. Stephan Bormann)
3. The Chase (feat. Marko Lackner)
4. Mambo Inn (feat. Christian Grabandt)
5. Duke's Voice (feat. Mack Goldsbury)
6. Gujasloka (feat. Alex Gunia)
7. 'Round Midnight (feat. Esther Kaiser)
Produktion:
Johannes Gerstengarbe
Koproduktion:
Demian Kappenstein, Daniel Scheufler
Aufnahme und Mischung:
Johannes Gerstengarbe
Mastering:
Seva David-Louis Ball, Soundcurrent Mastering, Knoxville, TN
Nein, ein Tönen und Schallen beherrschte diese Idee, ein Improvisieren, Experimentieren und nicht zuletzt auch Partizipieren. Hier ging es um Geben und Nehmen. Also um Jazz. Drei junge Musiker, Studenten der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden, fanden 2006 zusammen, um Jazz einen Ort zu geben, ein Podium nicht nur zur Präsentation des Gelernten, zum Ausprobieren von Vorlieben, sondern als praxisnahe Ergänzung des Studiums.
Die Idee war, wie alles, was gut ist im Jazz, so simpel wie glänzend: Das Trio um Simon Slowik, Piano, Felix Jacobi, Bass und Demian Kappenstein, Schlagzeug, wollte sich mit gestandenen Größen der Szene beweisen. Was lag da näher als die eigene Lehrerschaft? Nicht lang, und auch fernere Gäste kamen zu wahrhaft einmaligen Konzerten nach Dresden. In allerkürzester Zeit war eine Reihe etabliert, deren hauptsächlicher Austragungsort ein Studentenclub ist. Dessen Name Aquarium mag doppeldeutig sehen, wer zu Verwässerung neigt. Hier geht es um Strömungen. Natürlich wird Vielfalt geboten, kann abstandsvoll gehört und betrachtet werden. Also alles im Fluss.
Doch geht es den Machern um mehr: Sie wollen sich unter professionellen Bedingungen mit etablierten Jazzern präsentieren, suchen neue Wege. Ausgerechnet in Dresden ein veritables Wagnis, wo beständig Scheu vor Unbekanntem herrscht. Feature Ring bedient derlei Konservatismus nicht. Die Band bringt Standards und eigene Kompositionen, öffnet Türen, Augen und Ohren. Ein Wortspiel mit Methode und Sinn. Aus featuring wurde der mit Spannung und rasch auch Respekt beachtete Feature Ring. Den zu besteigen sich lohnt. Auch auf CD.
Michael Ernst